Museumselfie und Co. – Twitter und Degas in der Kunsthalle Kalrsruhe

Haben Museumsbesucher mit Smartphones keinen Respekt mehr vor den „heiligen Hallen der Kunst“ und vor den darin ausgestellten Werken? Sie tippen ständig auf den leuchtenden Bildschirmen, die sie in der Hand halten, knipsen die Kunstwerke und sich selbst und posten dies umgehend in Sozialen Netzwerken.

Das sogenannte Museumselfie ist längst nicht mehr nur ein Spleen einiger Weniger – denn am 22. Januar 2014 beging man sogar den ersten „International Museumselfie Day“. Immer mehr Museen öffnen sich dem „digitalen Besucher“ und heißen ihn in ihren Ausstellungen willkommen – eines der jüngsten Beispiele ist die Kunsthalle Karlsruhe.

 

Vom selfie zum museumselfie

Das Wort selfie – übrigens Oxford Dictionaries Word of the Year 2013 – wird dort definiert als

„a photograph that one has taken of oneself, typically one taken with a smartphone or webcam and uploaded to a social media website“.

Laut Oxford Dictionaries Blog trat das Wort erstmals 2002 in einem australischen Onlineforum in Erscheinung. Im Jahr 2013 entwickelte es sich schließlich von einem Social Media Buzzword zu einer weit verbreiteten Kurzform für ein fotografisches Selbstporträt.

Während sich Stars und Sternchen eher mit dem belfie oder dem shoefie profilieren, haben Kulturkenner längst das shelfie für sich entdeckt – ein Foto der Lieblingsliteratur im Bücherregal – oder eben das museumselfie, ein Selbstporträt im Museum (mit allen möglichen Variationen und Inszenierungen). Für Museen sind diese Art von selfies eine gute Möglichkeit, um in Social Media auf sich aufmerksam zu machen – entweder, indem man Besucher dazu ermutigt, ein Museumselfie anzufertigen und in Sozialen Netzwerken unter Erwähnung des Museums zu teilen, oder indem man direkt ein selfie als Werbeträger einsetzt.

 

Twittern in der Kunsthalle Karlsruhe

Auch die Kunsthalle Karlsruhe ermutigte Ende 2014 ihre Besucher in der Ausstellung „Degas – Klassik und Experiment“ dazu, von ihrem Smartphone regen Gebrauch zu machen und gesammelte Eindrücke online zu teilen.

Der Wermutstropfen ist allerdings, dass dies nur zu zwei bestimmten Terminen für (zuvor angemeldete) Besucher möglich war: Am 14. November wurde in der Degas-Ausstellung zum Tweetup geladen, genauer gesagt zum „Twitter-Salon – Mit Degas in die Nacht“. Die Veranstaltung brachte im Vorfeld und in ihrem Verlauf, laut Kulturkonsorten, etwa 1450 Nennungen des Hashtags #DegasSKK und kann damit als großer Erfolg gesehen werden.

Der zweite Anlass, zu dem in der Degas-Ausstellung getwittert und fotografiert werden durfte, war die Bloggerreise #kbreise14, zu der die Kunsthalle Karlsruhe vom 28. bis 30. November 2014 geladen hatte. Der Besuch der Sonderausstellung zu Degas fand am 29. November statt. Begleitet wurde der Ausstellungsrundgang von  Moritz Thinnes, einem freien Mitarbeiter, der die Ausstellungsführung übernahm, und von Isabel Koch von der Presseabteilung der Kunsthalle. Mit ihr konnte individuell abgesprochen werden, welche Werke fotografiert werden dürfen und wo dies aus rechtlichen Gründen, nach Vereinbarung mit den zumeist privaten Leihgebern, nicht möglich ist.

Zur Problematik der Fotomöglichkeit in der Ausstellung siehe auch den Blogbeitrag von Tine Nowak „Degas-Ausstellung in Karlsruhe“.

 

Degas – Klassik und Experiment
08.11.2014 – 15.02.2015

Rund 130 Werke von Edgar Degas (1834-1917) vereint die Ausstellung „Degas – Klassik und Experiment“ in der Kunsthalle Karlsruhe. Laut Museum zeigt die Ausstellung den französischen Maler als Künstler

„zwischen Tradition und Moderne, als einen Erben der Alten Meister, dessen Arbeitsweise doch im selben Maße hochexperimentell und innovativ gewesen ist.“

So experimentell und innovativ Degas als Künstler gewesen sein mag – die Ausstellung über ihn in der Kunsthalle Karlsruhe ist es nur bedingt. Erstmals werden in Deutschland zwar die nach klassischem Vorbild komponierten Historienbilder und Porträts den bekannteren zeitgenössischen Darstellungen von Balletttänzerinnen und Pferderennen gegenübergestellt, die Ausstellung selbst ist jedoch eher konventionell gestaltet.

Der Ausstellungsrundgang, dem eine kurze Zeitleiste vorangestellt ist, beginnt vielversprechend mit dem „Laboratorium Degas'“. In einer Art moodboard werden hier Bilder Degas‘ in Verbindung gebracht zu anderen Kunstwerken, durch die sich der französische Maler beeinflussen ließ. Hier werden verschiedene zeitgenössische Motive und Themen gezeigt und in direkter Relation zu den Werken von Degas gesetzt.

In Raum 2 folgen Selbstporträts von Degas und seinen Zeitgenossen – hier sind wir wieder bei den selfies. In den folgenden Räumen 3 und 4 schließen sich Porträts, Familienbildnisse und Genreszenen an. Insbesondere die Bildnisse, die ein Drittel des Gesamtwerks des Künstlers ausmachen, sollen hier als Experimentierfeld dargestellt werden. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbstbildnis scheint für Degas hier ebenso wichtig, wie das künstlerische  Erfassen von Familienmitgliedern und Bekannten – häufig in Anlehnung an andere Vorbilder aus der Kunstgeschichte.

Besonders bemerkenswert sind die in der Ausstellung gezeigten Druckgraphiken. Degas schuf, parallel zu seinen gemalten und gezeichneten Werken, eine Reihe an – eher unbekannten – Porträtradierungen. Zunächst kopierte er Rembrandt, um dessen Technik zu erlernen, zum Beispiel in Form der drei Radierungen des Kupferstechers Joseph Tourny (1857), von denen übrigens zwei zu den insgesamt sieben Werken zählen, die sich in der Sammlung der Kunsthalle Karlsruhe befinden. Degas orientierte sich hier an Rembrandts „Selbstbildnis zeichnend am Fenster“, ließ aber auch seiner Experimentierfreude freien Lauf, indem er zum Beispiel mit der Farbgestaltung der Druckplatte variierte.

Es folgen in Raum 5 Landschaftsgemälde, daran schließen sich in Raum 6 Porträts von Freunden und in Raum 7 Historiengemälde an. In Raum 7 und 8 werden schließlich Degas‘ bekanntere Werke gezeigt – seine Ballettszenen sowie die Reiterdarstellungen. Geprägt vom Großstadtleben in Paris beschäftigte sich der Maler zunehmend mit der Unterhaltungsindustrie, aber auch mit dem modernen Geschäftsleben. Sein Interesse für die Auseinandersetzung mit Mensch und Tier liegt jedoch, so das Museum, nicht in Degas‘ Interesse für Pferderennbahnen begründet, sondern in seiner Begeisterung für die Kunst der Antike und Renaissance.

In Raum 9 widmet sich schließlich die Ausstellung den Aktdarstellungen Degas‘ – ein Motiv, mit dem sich der Maler rund 50 Jahre hindurch immer wieder beschäftigte. Gezeigt werden entsprechend auch Werke aus allen Schaffensperioden des Künstlers, von Monotypien bis hin zu Pastellen, wobei deutlich wird dass Degas immer nach unkonventionellen Körperhaltungen und Blickwinkeln suchte.

Im letzten Ausstellungsraum finden sich Zitate von Degas und die Fotografie „Die Apotheose von Degas“ – ein Tableau vivant nach Jean-Auguste-Dominique Ingres (1885, Musée d’Orsay). Das von Degas inszenierte „lebende Bild“ ist als Parodie auf das Werk von Ingres zu verstehen, in dem dieser verschiedene historische Künstler vereint, die dem antiken Dichter Homer huldigen. Das Bild hängt im hinteren Bereich des Raumes, der ansonsten leer ist. Die Wände, die eigens für die Sonderausstellung Dunkelgrau gestrichen wurden, zieren Zitate von Degas und seinen Zeitgenossen.

 

Die Junge Kunsthalle Karlsruhe

„Wie malt Degas?“, diese Frage stellt die Junge Kunsthalle Karlsruhe in ihrer Begleitausstellung und ermöglicht es, dem Künstler über die Schulter zu schauen. Die museumspädagogischen Führungen für Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 14 Jahren starten stets in der Degas-Ausstellung im Hauptgebäude – hier werden Denkanstöße gegeben und die Werke hinterfragt. Im Anschluss geht es in die Junge Kunsthalle, eine Villa an der Hans-Thoma-Straße, die als „begehbare Bühne“ wirken soll, so das Museum. In der Tat: So konventionell die Degas-Ausstellung im Haupthaus gehalten ist, so unkonventionell und kreativ ist die Begleitausstellung in der Jungen Kunsthalle gestaltet.

In der Jungen Kunsthalle wird die Technik von Degas unter die Lupe genommen. Gefragt wird zum Beispiel, warum der französische Maler Balletttänzerinnen nur selten in Aktion zeigte, dafür umso häufiger in der Pause oder hinter den Kulissen. Ein Raum mit gespenstisch schwebenden Kleidern soll dazu Assoziationen auslösen. An den Wänden angebracht sind Kopfhörer, über die Kinder zu hören sind, die ihre Gedanken zum Thema äußern.

Spielerisch erlebt man im Nebenraum das Bild „Jockeys vor dem Rennen“ (1878/79, Barber Institute of Fine Arts), das als magnetische Wandfläche dazu einlädt, neue Kompositionen von Ross und Reiter auszuprobieren. Auch der Kreativität wird in der Jungen Kunsthalle sehr viel Raum gelassen, so können Kinder und Jugendliche hier selbst Zeichnungen, Collagen und sogar Monotypien anfertigen – ebenso wie Degas.

 

Resümee zum Ausstellungsbesuch im Rahmen der #kbreise14

Die Möglichkeit, in der Degas-Ausstellung fotografieren zu können, war ein Angebot, das jeder Teilnehmer der Bloggerreise gern genutzt hat – und das sicher auch andere Ausstellungsbesucher zu schätzen gewusst hätten. Doch üblicherweise sind Fotos in der Ausstellung nicht möglich. Sieht die Kunsthalle Karlsruhe, wie vielleicht viele andere Museen, den digitalen Besucher also doch eher

„ganz im Homer’schen Sinne als ‚landumirrende[n] Räuber‘, der aus der Orientierungslosigkeit des Netzes eingefallen ist, um die Aura des Originals oder wenigstens die Bildrechte zu plündern“,

wie es Cristian Gries in seinem Blogbeitrag „‚Niemand‘ besucht ein Museum“ polemisch schreibt?

Es bleibt zu hoffen, dass das nicht der Fall ist. Doch wie kann man sich dem digitalen Besucher als Museum öffnen? In den Kommentaren zu meinem letzten Blogbeitrag habe ich den Vorschlag gemacht, grundsätzlich für Sonderausstellungen ein Hashtag anzubieten und zu Beginn der Ausstellung zu kommunizieren – als „Einladung“ an die Besucher, ihren Ausstellungsbesuch mit Freunden und Bekannten in Sozialen Netzwerken zu teilen. An dieser Stelle muss vom Museum natürlich kommuniziert werden, wenn Werke aus rechtlichen Gründen nicht fotografiert werden dürfen. Dies würde sicher bei Besuchern auf Verständnis stoßen, wenn man im Gegenzug die Werke kennzeichnet, die gerne fotografiert und in sozialen Netzwerken geteilt werden dürfen. Ein Hinweis wie „Wir laden Sie dazu ein, Werke mit diesem Symbol … zu fotografieren und unter dem Hashtag #… zu teilen.“ würde sicher viele Besucher ansprechen und dem Museum so kontinuierlich eine Reichweite in Social Media ermöglichen.

Ein Hashtag zu jeder Sonderausstellung würde darüber hinaus dem Museum ein Monitoring dazu ermöglichen, was über die Ausstellung veröffentlicht wird. Denn man muss davon ausgehen, dass Social Media Nutzer ohnehin kommunizieren, wo sie sind und was sie erleben – und wenn sie über eine Ausstellung kommunizieren, ist es für das Museum sicher von Interesse, davon zu erfahren. Auf die via Hashtag aufgespürte Kritik oder auf Lob kann dann vom Museum reagiert werden – eine Art der Interaktion, die Kundenbindung schafft.

Die Kennzeichnung von Werken, die fotografiert werden dürfen, sensibilisiert zudem dafür, dass manches nicht fotografiert werden darf. Im Notfall machen Besucher in Ausstellungen nämlich trotz Fotografieverbot heimlich Fotos und teilen diese im Netz – ohne dass das Museum davon Kenntnis erlangt. Eine Kennzeichnung von fotografierbaren Werken würde wahrscheinlich die Gefahr reduzieren, dass die Werke im Netz landen, die dort nicht sein sollten.

Die Idee ist natürlich nicht neu – einige Museen haben dies bereits umgesetzt, hier zum Beispiel das Museum of Photographie Arts. Vielleicht ist etwas ähnliches auch in der Kunsthalle Karlsruhe möglich. Ein guter Anfang könnte in der Dauerausstellung gemacht werden – denn hier ist das Fotografieren erlaubt. Wie wäre es also mit einem ähnlichen Schild mit der Aufschrift:

„Teilt eure Bilder aus der Kunsthalle Karlsruhe in Social Media und folgt uns unter @Karlsruhe_Ka!“

 

>>> Der Ausstellungsbesuch fand im Rahmen der Bloggerreise #kbreise14 statt, die von on der Kunsthalle Karlsruhe, der Karlsruhe Tourismus GmbH sowie Art & Design Museums Basel initiiert und finanziert wurde.

 

Header-Bild: Angelika Schoder – Karlsruhe, 2014

15 Gedanken zu „Museumselfie und Co. – Twitter und Degas in der Kunsthalle Kalrsruhe

  1. Tine Nowak Antworten

    Wie kann denn das sein, Du hast unser eigenes Museumsselfie aus der Degas Ausstellung unterschlagen?
    (Ich muss gestehen, ich hab es selbst nicht mehr gefunden, sonst hätte ich es auch verlinkt) 🙂
    Ich hoffe ja noch, dass Klaus Graf noch etwas zu Fotos als Reproduktionen schreibt, um das Rechtethema noch etwas zu unterfüttern.

    • Angelika Schoder Autor des Beitrages

      Hallo Tine,

      zunächst hatte ich das selfie der rothaarigen Dame im Beitrag. Aber ich war mir dann doch unsicher, wie die Kunsthalle Winterhur das sieht, die das Bild eigentlich in ihrer Sammlung hat. Da sich Frau Koch damals auch nicht 100% sicher war (weshalb es vermutlich dann auch nicht ins Storify aufgenommen wurde), habe ich es jetzt mal vorenthalten…

      Viele Grüße
      Angelika

  2. Pingback: Gruppenreise mit Blog

  3. Alexandra Antworten

    Liebe Angelika !
    Wieder ein sehr gelungener, spannender Artikel. Wo du mir aus der Seele sprichst, ist die unterschiedliche Handhabe der Museen bezüglich Fotoerlaubnis. Wir haben daher auch bei den Museen, die wir auf unserer Homepage besprochen haben, versucht darzustellen, wo Fotografieren erlaubt ist und wo nicht. Im KHM Wien gilt zB folgendes:
    In den Ausstellungsräumlichkeiten ist das Fotografieren gestattet. (Allerdings bei den Sonderausstellungen nicht – auf die Schilder achten !). Im Heeresgeschichtlichen Museum muss man einen geringen Beitrag bezahlen, dann darf man fotografieren. Andere Museen gestatten gerade das Fotografieren vom Gebäude von außen. Es ist ja nicht so, dass wir jetzt jedes Bild einer Ausstellung abfotografieren, online stellen und dadurch die Leute am Besuch der Ausstellung abhalten. Ein Bild im Original zu betrachten ist natürlich nicht mit einer Fotografie zu vergleichen. Von den rechtlichen Problemen, die es natürlich zu berücksichtigen gibt (Bilder von Sammlern etc.) mal abgesehen, gerade bei euren Beiträgen zu Degas und den gezeigten Bildern, bekommt man als Leser Lust selbst hinzufahren und die Originale vor Ort zu betrachten.
    Liebe Grüße Alexandra

    • Angelika Schoder Autor des Beitrages

      Liebe Alexandra,

      als Besucher, der seinen Museumsbesuch (online) teilen möchte, hat man es in der Tat oft schwer. Du sprichst es an – es wird fast in jedem Museum unterschiedlich gehandhabt. Leider wird es oft aber auch etwas undurchschaubar kommuniziert, z.B. im Eingangbereich eines Museums oder zu Beginn einer Ausstellung fehlen oft die nötigen Informationen, wenn Fotografieren möglich ist. Deutlich wird oft nur ein Verbot kommuniziert – oder wenn eine Fotoerlaubnis kostenpflichtig ist.

      Ich denke auch, dass die meisten eher einen Eindruck vom Museum vermitteln möchten und nicht nach und nach jedes Werk einfach online abbilden – geschweige denn, um dann damit hochwertige Reproduktionen herzustellen.

      Ich zitiere hier mal Vivi D’Angelo:

      „Die Besucher wollen die Kunst in ihren Alltag mitnehmen, die Erlebnisse eines Museumsbesuch nicht in dieser “kulturellen Klammer” hinterlassen, sondern sie auf irgendeine Weise mit ins Leben nehmen.“

      (https://vivisdeliriums.wordpress.com/2014/12/05/bloggerreise-karlsruhe-basel-2-zu-besuch-bei-degas-die-staatliche-kunsthalle/)
      Damit trifft sie den wohl am weitesten verbreiteten Ansatz bei „digitalen Besuchern“ im Museum sicher ganz gut.

      Und wie du schreibst: Die Veröffentlichung solcher Bilder soll keinen Ausstellungsbesuch ersetzen – sondern, ganz im Gegenteil, neugierig machen und dazu anregen, eine Ausstellung selbst zu besuchen.

      Viele Grüße
      Angelika

  4. Anke von Heyl Antworten

    Liebe Angelika,

    danke für die ausführliche Beleuchtung der Thematik „Museumselfie“. Das Schild aus dem Photo-Museum in San Diego ist eine spitzen Anleitung. Nicht mit Verboten anfangen (oder nur da stehen bleiben), sondern aufzeigen, was möglich ist. Find ich super! Ich finde auch den Aspekt der Evaluation in diesem Zusammenhang ungeheuer wichtig. Den Besucher und seine Bedürfnisse, seine Haltung lernt man durch Aktionen wie Museumselfies besser kennen. Die hohe Kunst wäre es, durch gezielte didaktische Konzepte noch mehr aus der Sache herauszuholen. Aber das kann man natürlich erst umfassend diskutieren, wenn man das mit dem Fotografieren mit einem gewissen Leidensdruck verbindet.
    Ich bin natürlich auch sehr gespannt auf euer Degas-Selfie, falls das noch auftaucht 🙂 Und natürlich über weitere Unterfütterungen …
    Herzlichst
    Anke

    • Angelika Schoder Autor des Beitrages

      Liebe Anke,

      ja ich sollte das bei der Kunsthalle nachfragen – bzw. ob sie bei der Kunsthalle Winterthur die Veröffentlichung abklären können.

      LG Angelika

    • Angelika Schoder Autor des Beitrages

      Liebe Anke,

      die Kunsthalle Karlsruhe hat die Frage mit dem Museumselfie aus der Degas-Ausstellung mit dem Kunstmuseum Winterthur klären können. Es ist jetzt zu Beginn des Blogbeitrags eingefügt.

      LG Angelika

    • Anke von Heyl

      Super Fotos!! Ich mag einfach auch diesen spielerischen Ansatz … Und es ist einfach eine Freude für die Daheimgebliebenen, so einen Einblick in die Bilder zu bekommen, der sich nicht im Abfotografieren des Gemäldes erschöpft. Das kitzelt doch ganz anders an den Synapsen!

    • Angelika Schoder Autor des Beitrages

      Hallo Anke,

      die #Museumselfies sind gar nicht so einfach – ich habe mit meinen Bloggerkolleginnen mehrere Versuche mit verschiedenen Händen und Smartphones für die rothaarige Dame gebraucht!

      In Zukunft halte ich sicher häufiger Ausschau nach einem geeigneten Kunstwerk – es ist schwierig die richtige Größe zu finden, damit die Hand passt… Und der Winkel muss stimmen – sonst endet es wie bei der Kunsthalle Bremen! 😉

      LG Angelika

  5. Charlotte Jahnz Antworten

    Hallo Angelika,
    dein Beitrag wurde für den Slider von de.hypotheses.org ausgewählt.

    Viele Grüße,
    Charlotte

    • Angelika Schoder Autor des Beitrages

      Oh wow – danke!!! Das ist ja wie Weihnachten! 😉

  6. Ho Sa Antworten

    Dir danke für diesen Einblick in die Degas-Ausstellung, welche auch bei mir noch zum Besuch ansteht.

    Schön finde ich, dass zu immer mehr Sonderausstellungen ein Programm für die Kleinen geboten wird, um ihnen den Zugang zur Kunst zu ermöglichen.

    Hinsichtlich deiner Idee – einige Bilder darf man fotografieren, andere mit einem Verbot zu belegen – ich glaube nicht, dass dies etwas ändern würde. Ich bin davon überzeugt, dass das die jenigen, die das meist übliche kompl. Fotografieverbot missachten, ebenfalls missachten werden.
    Und so werden die Bilder weiterhin in den sozialen Netzwerken wi(e)derzufinden sein, wie jetzt auch.

    In diesem Sinne – dir und allen Lesern dieses wunderbaren Blogs einen schönen Abend und schon mal ein schönes 3.Advent-Wochenende.

    • Angelika Schoder Autor des Beitrages

      Hallo,

      die Ausstellung in der Jungen Kunsthalle ist großartig – und, wie ich finde, viel origineller das die klassische Ausstellung. In jedem Fall wirklich sehr schön, was die Kunsthalle Karlsruhe hier anbietet! Das Begleitprogramm (besonders das für Kinder) klingt auch sehr gut – hier wurde richtig Mühe in ein Konzept investiert.

      Ich verstehe deinen Einwand, dass man „die Unbelehrbaren“ auch nicht durch Foto-Kennzeichnungen abhält – aber ich denke, dass durch offenere Kommunikation zumindest diejenigen abgehalten werden, die einfach ohne nachzudenken fotografieren. Mit einer deutlichen Kennzeichnung neben den Kunstwerken müsste man sich dann zumindest ganz bewusst zu einem Verstoß entscheiden. Aber es stimmt: Auch diejenigen wird es immer geben.

      Dir auch schon vorab ein schönes Adventswochenende.
      LG Angelika

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