Fotografieren im Museum: Die digitalen Seerosen von Monet

In der Monet-Ausstellung der Fondation Beyeler ist das Fotografieren im Museum kein Problem. Möglich machen es die gemeinfreien Werke.

Die Werke von Claude Monet sind gemeinfrei. Für die Gemälde des französischen Impressionisten besteht kein Urheberrechtsschutz mehr, daher dürfen seine Bilder fotografiert und diese Fotos frei verwendet werden. Der Künstler verstarb 1926, damit ist seit 1996, also 70 Jahre nach Monets Tod, das Urheberrecht an seinen Bildern erloschen. Dies regelt § 64 des Urheberrechtsgesetzes.

Aus diesem Grund ist auch in der Fondation Beyeler in ihrer aktuellen Monet-Ausstellung, die noch bis zum 28. Mai 2017 zu sehen ist,  das Fotografieren fast überall erlaubt. Die Ausstellungsbesucher sind entsprechend begeistert, denn so können Monets impressionistische Meisterwerke mit nach Hause genommen werden. Hiervon profitiert nicht nur das Publikum, sondern auch das Museum.

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Arm Yourself for Luck – Figures of Bullfighting at the National Sculpture Museum in Valladolid

The Museo Nacional de Escultura in Valladolid shows the exhibition “Armarse a la Suerte” with stunning sculptures by artist Juan Cháez

The end of the eighteenth century was the golden age of bullfighting and its artistic representation in Spain. Artists such as Francisco de Goya or Juan Cháez dealt with the subject and showed the glamour as well as the cruelty of this tradition.

The National Sculpture Museum in Valladolid currently shows an extraordinary group of sculptures by Juan Cháez. The figures depict scenes of bullfighting in 1790 and were conceived as a narrative series. They portray real bullfighters and reproduce the rich attire of the trade. The sculptures show how the bullfighters were dressed to fight – and how they spread death.

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Kunst nach dem Zufallsprinzip

Das Kunstmuseum Stuttgart wirft in seiner Ausstellung „Unerwartet“ einen Blick auf die methodischen Ansätze der Kunst des Zufalls

Das Unvorhersehbare als Methode hat in der Kunst eine lange Tradition. Besonders im 20. Jahrhundert öffneten sich zahlreiche Künstler dem Prinzip des Zufalls, wie das Kunstmuseum Stuttgart in seiner aktuellen Ausstellung „[un]erwartet. Die Kunst des Zufalls“ zeigt.

Das Museum wirft einen Blick auf die unterschiedlichen methodischen Ansätze, die bestimmt werden von Materialien, der Mathematik oder philosophischen Aspekten. Verdeutlicht wird das Prinzip des Zufalls dabei anhand von 140 Werken, etwa von Hans Arp, John Cage, Niki de Saint-Phalle, Marcel Duchamp, Gerhard Richter oder Ben Vautier.

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Westworld, Trump und der moderne Golem

Was bedeutet es, ein Mensch zu sein? Diese Frage beleuchtet das Jüdische Museum Berlin in seiner aktuellen Golem-Ausstellung

Die amerikanische Serie „Westworld“ zeigt, wie sich die Schöpfung des Menschen gegen ihn selbst richtet. Es ist der jüdische Mythos des Golem, der hier thematisiert wird. Das Vorbild der Androiden, die ein Bewusstsein erlangen und eine Rebellion der Maschinen anführen, ist ein Geschöpf aus Lehm. Der Legende nach wurde diesem Wesen in einem mystischen Ritual Leben eingehaucht, woraufhin sich das Geschöpf vom vermeintlichen Helfer hin zu einer zerstörerischen Kraft wandeln kann.

Eine solche Wandlung wird übrigens auch Donald Trump zugeschrieben. Nicht nur amerikanische Medien vergleichen den orange-gebräunten Unternehmer mit dem mythologischen Lehmklumpen. Auch das Jüdische Museum Berlin scheut in der aktuellen Ausstellung nicht den Vergleich des designierten US-Präsidenten mit dem Golem.

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