Kommunikation für die Zielgruppe: TweetUps sind nicht totzukriegen

Die Staatsoper Hamburg hatte zu Alban Bergs „Lulu“ erstmals für eine Berichterstattung in 140 Zeichen zu einem Opern-TweetUp geladen.

Die Sopranistin Barbara Hannigan ließ sich nicht von leuchtenden Displays ablenken. Die Loge in der Staatsoper Hamburg, in der die Menschen eher auf ihre Smartphones starrten, als sich auf die Bühne zu konzentrieren, nahm sie wahrscheinlich nicht einmal wahr. Während Hannigan das Publikum der Hauptprobe zur Oper „Lulu“ in Atem hielt, hatten die Smartphone-Nutzer in der Loge ihr eigenes Publikum, um das sie sich kümmern mussten.

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Geisteswissenschaftler als Generation Praktikum Reloaded

Volontäre und Trainees sind die neue Generation Praktikum – mit Vollzeit-Jobs, die nicht einmal mit dem Mindestlohn bezahlt werden.

Sie wollten als Geisteswissenschaftler in der Kulturverwaltung arbeiten oder im Journalismus durchstarten. Auf ihrem Weg in den Beruf wechselten sie stattdessen von einem Niedriglohn-Job zum anderen oder wurden in einem Start-Up im Kulturbereich ausgenutzt. Wir haben eine ehemalige Trainee und eine Ex-Volontärin zu ihren Erfahrungen befragt – nur zwei Vertreter der Generation Praktikum Reloaded.

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Alltag im Volontariat: Abteilungsleiter-Aufgaben zum Dumping-Lohn

Im Kultur- und Bildungsbereich gilt ein Volontariat meist als Einstieg in den Beruf. Doch die Arbeitsbedingungen sind oft problematisch.

Die meisten Volontariate oder Trainee-Stellen werden in Deutschland aktuell mit etwa 1.300 – 1.500 Euro brutto vergütet. Der ehemalige Volontär, mit dem wir für MusErMeKu ein Interview geführt haben, hatte es leider schlechter getroffen. Er bekam 1.100 Euro monatlich im Rahmen eines 2-jährigen Volontariats, das sind knapp 850 Euro netto. Was er in seinem Volontariat erlebt hat und ob er sich noch einmal für ein Volontariat entscheiden würde, erzählt er hier.

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Voodoo-Zauber und Reality TV: Frank Castorfs „Faust“ in der Oper Stuttgart

Charles Gounods "Faust" ist an der Oper Stuttgart in einer schillernden Neuinszenierung von Frank Castorf zu sehen.

„The whole damn place goes crazy twice /
And it’s once for the devil and once for Christ“
(Leonard Cohen – Closing Time, 1992)

Der Teufel lebt im Paris der Nachkriegszeit und betreibt dort einen Voodoo-Shop. Es ist Mephistopheles, der sich in Frank Castorfs Neuinszenierung von Charles Gounods Oper „Faust“ durch die Straßen rund um die Metro-Station „Stalingrad“ treibt und dafür sorgt, dass die Sünde nicht zu kurz kommt. Doch nicht nur das Umfeld und die Zeit unterscheidet die Inszenierung deutlich von Goethes Drama, denn Faust ist hier nicht der nach Wissen strebende Akademiker – und Gretchen auch nicht die Verkörperung der sittsamen Helena…

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