Kommunikation für die Zielgruppe: TweetUps sind nicht totzukriegen

Die Staatsoper Hamburg hatte zu Alban Bergs „Lulu“ erstmals für eine Berichterstattung in 140 Zeichen zu einem Opern-TweetUp geladen.

Die Sopranistin Barbara Hannigan ließ sich nicht von leuchtenden Displays ablenken. Die Loge in der Staatsoper Hamburg, in der die Menschen eher auf ihre Smartphones starrten, als sich auf die Bühne zu konzentrieren, nahm sie wahrscheinlich nicht einmal wahr. Während Hannigan das Publikum der Hauptprobe zur Oper „Lulu“ in Atem hielt, hatten die Smartphone-Nutzer in der Loge ihr eigenes Publikum, um das sie sich kümmern mussten.

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Voodoo-Zauber und Reality TV: Frank Castorfs „Faust“ in der Oper Stuttgart

Charles Gounods "Faust" ist an der Oper Stuttgart in einer schillernden Neuinszenierung von Frank Castorf zu sehen.

„The whole damn place goes crazy twice /
And it’s once for the devil and once for Christ“
(Leonard Cohen – Closing Time, 1992)

Der Teufel lebt im Paris der Nachkriegszeit und betreibt dort einen Voodoo-Shop. Es ist Mephistopheles, der sich in Frank Castorfs Neuinszenierung von Charles Gounods Oper „Faust“ durch die Straßen rund um die Metro-Station „Stalingrad“ treibt und dafür sorgt, dass die Sünde nicht zu kurz kommt. Doch nicht nur das Umfeld und die Zeit unterscheidet die Inszenierung deutlich von Goethes Drama, denn Faust ist hier nicht der nach Wissen strebende Akademiker – und Gretchen auch nicht die Verkörperung der sittsamen Helena…

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EmptyMuseum: Wenn Museen leer bleiben

Menschenleere Ausstellungsräume? Was für viele Museen wie ein Alptraum klingt, ist bei EmptyMuseum-Events beabsichtigt.

In den Ausstellungsräumen herrscht gähnende Leere. Während am Ende des Flures eine Reinigungskraft mit dem Staubsauger zugange ist, versammelt sich das Aufsichtspersonal. Es gibt ohnehin niemanden, den man beaufsichtigen müsste. Von Besuchern ist weit und breit nichts zu sehen. Was für viele Museen wie der ultimative Alptraum klingt, ist in der Fondation Beyeler beabsichtigt: EmptyMuseum heißt das Konzept, bei dem man ein Museum fast ganz für sich alleine hat.

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MAI-Tagung 2016 – Barrierefreiheit als Fundament einer digitalen Strategie in Skandinavien

Im Rahmen der MAI-Tagung 2016 stellten Museen aktuelle Entwicklungen rund um Barrierefreiheit vor, allen voran Institutionen aus Skandinavien.

Ob im Ausstellungsbetrieb, im Bereich der Sammlung oder mit Blick auf den Bildungs- und Vermittlungsauftrag – Museen sind gezwungen, sich mit digitalen Entwicklungen im Kulturbereich auseinanderzusetzen, wenn sie mittel- und auch langfristig für ihr Publikum relevant bleiben wollen.

Die MAI-Tagung 2016, die am 30. und 31. Mai im Internationalen Maritimen Museum Hamburg stattfand, zeigte wieder einmal, wie weit die Schere bei europäischen Museen auseinander driftet, wenn es um die Nutzung digitaler Möglichkeiten geht. Während in Deutschland erste Barrieren überwunden werden, um Inhalte für ein möglichst großes Publikum zugänglich zu machen, gibt es in Skandinavien bereits zahlreiche Kulturangebote, bei denen Barrierefreiheit integraler Bestandteil der digitalen Entwicklung ist.

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