Was nützt die Liebe in Gedanken? Das PENG!-Kollektiv bei der #rp17

Manchmal hilft nur Protest – am besten in Form von Kunst. Auf der re:publica 17 stellte das PENG!-Kollektiv seine aktuelle Kampagne vor.

„Wir wollen die Welt nicht den Arschlöchern überlassen“, so Tanja Haeusler zur Eröffnung der re:publica 17. Aber wo fängt man an? Es gibt so viele Menschen, die ihr Gehirn ausschalten, sobald sie sich ins Internet begeben. Oder schlimmer: Menschen, die sehr wohl nachdenken und wohlkalkuliert ihren Hass ins Netz streuen, damit andere durch diesen angestachelt werden und in die Tasten tippen: LÖSCH DICH!!!! [Bitte hier Volksverhetzung, Beleidigung oder Bedrohung einfügen.]

Angesichts des ganzen Hasses (nicht nur im Netz), wollte die Digitalkonferenz re:publica dieses Jahr für laute Liebe stehen, ganz nach dem Motto „Love Out Loud“. Manchmal hilft statt Liebe aber nur Protest – am besten in Form von Kunst.

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Architektur zwischen Instagram und Spinnen – Elbphilharmonie Revisited

In der Ausstellung "Elbphilharmonie Revisited" der Deichtorhallen Hamburg greifen Künstler die Architektur von Herzog & de Meuron auf.

Nachdem im Januar 2017 die Großbaustelle Elbphilharmonie endlich einem funktionsfähigen Konzerthaus wich, läuft die Marketing- und Werbemaschinerie des Hauses auf Hochtouren. Dabei geht es allerdings nicht immer um Musik. Das Faszinierende scheint die Architektur – dies zeigt auch die Ausstellung „Elbphilharmonie Revisited“ in den Deichtorhallen.

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Kommunikation für die Zielgruppe: TweetUps sind nicht totzukriegen

Die Staatsoper Hamburg hatte zu Alban Bergs „Lulu“ erstmals für eine Berichterstattung in 140 Zeichen zu einem Opern-TweetUp geladen.

Die Sopranistin Barbara Hannigan ließ sich nicht von leuchtenden Displays ablenken. Die Loge in der Staatsoper Hamburg, in der die Menschen eher auf ihre Smartphones starrten, als sich auf die Bühne zu konzentrieren, nahm sie wahrscheinlich nicht einmal wahr. Während Hannigan das Publikum der Hauptprobe zur Oper „Lulu“ in Atem hielt, hatten die Smartphone-Nutzer in der Loge ihr eigenes Publikum, um das sie sich kümmern mussten.

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Voodoo-Zauber und Reality TV: Frank Castorfs „Faust“ in der Oper Stuttgart

Charles Gounods "Faust" ist an der Oper Stuttgart in einer schillernden Neuinszenierung von Frank Castorf zu sehen.

„The whole damn place goes crazy twice /
And it’s once for the devil and once for Christ“
(Leonard Cohen – Closing Time, 1992)

Der Teufel lebt im Paris der Nachkriegszeit und betreibt dort einen Voodoo-Shop. Es ist Mephistopheles, der sich in Frank Castorfs Neuinszenierung von Charles Gounods Oper „Faust“ durch die Straßen rund um die Metro-Station „Stalingrad“ treibt und dafür sorgt, dass die Sünde nicht zu kurz kommt. Doch nicht nur das Umfeld und die Zeit unterscheidet die Inszenierung deutlich von Goethes Drama, denn Faust ist hier nicht der nach Wissen strebende Akademiker – und Gretchen auch nicht die Verkörperung der sittsamen Helena…

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