Fotografieren im Museum: Die digitalen Seerosen von Monet

In der Monet-Ausstellung der Fondation Beyeler ist das Fotografieren im Museum kein Problem. Möglich machen es die gemeinfreien Werke.

Die Werke von Claude Monet sind gemeinfrei. Für die Gemälde des französischen Impressionisten besteht kein Urheberrechtsschutz mehr, daher dürfen seine Bilder fotografiert und diese Fotos frei verwendet werden. Der Künstler verstarb 1926, damit ist seit 1996, also 70 Jahre nach Monets Tod, das Urheberrecht an seinen Bildern erloschen. Dies regelt § 64 des Urheberrechtsgesetzes.

Aus diesem Grund ist auch in der Fondation Beyeler in ihrer aktuellen Monet-Ausstellung, die noch bis zum 28. Mai 2017 zu sehen ist,  das Fotografieren fast überall erlaubt. Die Ausstellungsbesucher sind entsprechend begeistert, denn so können Monets impressionistische Meisterwerke mit nach Hause genommen werden. Hiervon profitiert nicht nur das Publikum, sondern auch das Museum.

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Kommunikation für die Zielgruppe: TweetUps sind nicht totzukriegen

Die Staatsoper Hamburg hatte zu Alban Bergs „Lulu“ erstmals für eine Berichterstattung in 140 Zeichen zu einem Opern-TweetUp geladen.

Die Sopranistin Barbara Hannigan ließ sich nicht von leuchtenden Displays ablenken. Die Loge in der Staatsoper Hamburg, in der die Menschen eher auf ihre Smartphones starrten, als sich auf die Bühne zu konzentrieren, nahm sie wahrscheinlich nicht einmal wahr. Während Hannigan das Publikum der Hauptprobe zur Oper „Lulu“ in Atem hielt, hatten die Smartphone-Nutzer in der Loge ihr eigenes Publikum, um das sie sich kümmern mussten.

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Kunst nach dem Zufallsprinzip

Das Kunstmuseum Stuttgart wirft in seiner Ausstellung „Unerwartet“ einen Blick auf die methodischen Ansätze der Kunst des Zufalls

Das Unvorhersehbare als Methode hat in der Kunst eine lange Tradition. Besonders im 20. Jahrhundert öffneten sich zahlreiche Künstler dem Prinzip des Zufalls, wie das Kunstmuseum Stuttgart in seiner aktuellen Ausstellung „[un]erwartet. Die Kunst des Zufalls“ zeigt.

Das Museum wirft einen Blick auf die unterschiedlichen methodischen Ansätze, die bestimmt werden von Materialien, der Mathematik oder philosophischen Aspekten. Verdeutlicht wird das Prinzip des Zufalls dabei anhand von 140 Werken, etwa von Hans Arp, John Cage, Niki de Saint-Phalle, Marcel Duchamp, Gerhard Richter oder Ben Vautier.

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Der Blaue Reiter: Ein Almanach für den Expressionismus

In einer Ausstellung, die Kunst und Historie vereint, zeigt die Fondation Beyeler die Geschichte des Almanachs "Der Blaue Reiter".

Die Werke des Expressionismus, die mit dem Namen „Der Blaue Reiter“ in Verbindung gebracht werden, begegnen Kunstfans in zahlreichen Sammlungen internationaler Museen. Wer also die altbekannten Gemälde der Künstler um Wassily Kandinsky und Franz Marc aus einem neuen Blickwinkel heraus präsentieren möchte, sieht sich mit einer ambitionierten Aufgabe konfrontiert.

Die Fondation Beyeler stellt sich dieser Aufgabe in ihrer aktuellen Ausstellung, die vom 4. September 2016 bis 22. Januar 2017 gezeigt wird. Im Schwerpunkt geht es hier nicht etwa um das 105. Jubiläum der Münchner Schau mit dem Titel „Die erste Ausstellung der Redaktion Der Blaue Reiter“. Stattdessen befasst sich das Museum mit den Künstlern dahinter – und vor allem mit ihrer gleichnamigen Publikation, also dem 1912 in München publizierten Almanach „Der Blaue Reiter“.

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