Kunst nach dem Zufallsprinzip

Das Kunstmuseum Stuttgart wirft in seiner Ausstellung „Unerwartet“ einen Blick auf die methodischen Ansätze der Kunst des Zufalls

Das Unvorhersehbare als Methode hat in der Kunst eine lange Tradition. Besonders im 20. Jahrhundert öffneten sich zahlreiche Künstler dem Prinzip des Zufalls, wie das Kunstmuseum Stuttgart in seiner aktuellen Ausstellung „[un]erwartet. Die Kunst des Zufalls“ zeigt.

Das Museum wirft einen Blick auf die unterschiedlichen methodischen Ansätze, die bestimmt werden von Materialien, der Mathematik oder philosophischen Aspekten. Verdeutlicht wird das Prinzip des Zufalls dabei anhand von 140 Werken, etwa von Hans Arp, John Cage, Niki de Saint-Phalle, Marcel Duchamp, Gerhard Richter oder Ben Vautier.

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Westworld, Trump und der moderne Golem

Was bedeutet es, ein Mensch zu sein? Diese Frage beleuchtet das Jüdische Museum Berlin in seiner aktuellen Golem-Ausstellung

Die amerikanische Serie „Westworld“ zeigt, wie sich die Schöpfung des Menschen gegen ihn selbst richtet. Es ist der jüdische Mythos des Golem, der hier thematisiert wird. Das Vorbild der Androiden, die ein Bewusstsein erlangen und eine Rebellion der Maschinen anführen, ist ein Geschöpf aus Lehm. Der Legende nach wurde diesem Wesen in einem mystischen Ritual Leben eingehaucht, woraufhin sich das Geschöpf vom vermeintlichen Helfer hin zu einer zerstörerischen Kraft wandeln kann.

Eine solche Wandlung wird übrigens auch Donald Trump zugeschrieben. Nicht nur amerikanische Medien vergleichen den orange-gebräunten Unternehmer mit dem mythologischen Lehmklumpen. Auch das Jüdische Museum Berlin scheut in der aktuellen Ausstellung nicht den Vergleich des designierten US-Präsidenten mit dem Golem.

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Von Star Trek bis Alien: Science – Fiction – Film in der Deutschen Kinemathek

Die Ausstellung "Things to Come" im Museum für Film und Fernsehen - Deutsche Kinemathek befasst sich mit der Science Fiction Filmgeschichte.

Als David Bowie 1976 als Außerirdischer auf die Erde kam, verlief die Begegnung mit den Menschen alles andere als positiv. Während „The Man Who Fell To Earth“ an der Rücksichtslosigkeit und Brutalität der irdischen Zivilisation letztendlich zerbricht, wird in „Star Trek“ die Vision einer Zukunft entwickelt, in der die Menschheit viele gesellschaftliche Probleme überwunden zu haben scheint – oder doch nicht? Wie nah sich Utopie und Dystopie im Science Fiction sind, zeigt aktuell die Ausstellung „Things to Come. Science – Fiction – Film“ im Museum für Film und Fernsehen – Deutsche Kinemathek in Berlin. 

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Jukebox. Jewkbox! Jüdische Musik vom Broadway bis zu den Ramones

"Jukebox. Jewkbox!" gibt einen Überblick über ein Jahrhundert, das von jüdischen Komponisten, Produzenten, Sängern und Musikern geprägt war.

Als der deutsch-jüdische Emigrant Emil Berliner 1887 in den USA das Grammophon und die Schallplatte erfand, revolutionierte er die Musikwelt. Diese Revolution begann in Synagogen und auf dem Broadway und setzte sich fort beim Punk der Ramones bis hin zum Soul von Amy Winehouse. „Jukebox. Jewkbox!“ gibt einen Überblick über ein Jahrhundert, das von jüdischen Komponisten, Songwritern, Produzenten, Sängern und Musikern geprägt war.

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