Wie bekommt man mehr Leser, Kunst mit Christopher Walken und #GirlsInMuseums

MusErMeKu – Nicht-Newsletter – Nr. 08, 10/2016


Frage des Monats
Wie bekommt man mehr Leser im Blog?

Thema des Monats
Kunst mit Christopher Walken

Twitter des Monats
Faces in Things

Instagram des Monats
#GirlsInMuseums

Tumblr des Monats
Ugly Renaissance Babies

Ein Newsletter, der kein Newsletter ist.


Frage des Monats

Wie bekommt man mehr Leser im Blog?

Stundenlang schreibt man Blogartikel – und dann liest sie keiner. Na gut, vielleicht ist „keiner“ übertrieben. Aber es sind eben nicht so viele Leser, wie man gerne hätte. Automatisch stellt sich die Frage: Wie viele hätte man denn gern – 500 pro Beitrag oder 1.000? Wobei selbst 1.000 Leser noch nicht ausreichen würden, um von der VG Wort für einen Online-Beitrag die sprichwörtlichen zwei Mark Fünfzig zu bekommen. Dabei geht es bei dem Wunsch nach einem „return on investment“ für viele Blogger noch nicht einmal vordergründig um den Wunsch nach Monetarisierung, sondern vor allem um den Wunsch nach Wertschätzung.

Fehlendes Feedback in Form von Kommentaren, geringe Leserzahlen und die Tatsache, dass Blogs als Publikationsmedium von einigen Seiten noch immer belächelt werden: Dies führte dazu, dass Monika Lehner vieles nicht mehr bloggte, weil sie es nicht „versenken“ wollte, wie sie schrieb – „versenken in einem Forum, das öffentlich ist, aber nicht gelesen wird und keinerlei Relevanz hat, wenn es drauf ankommt.“ Geschlossene Gruppendynamik und „Zirkelchenen“ in Bloggerkreisen täten ihr übriges, so Lehner, zudem brauche man einen „Hang zum Exhibitionismus und Talent zur Luftblasenproduktion“.

Ein ROI auch für Blogs?

Den Begriff „return on investment“ in Bezug auf das Feedback zu Blogbeiträgen brachte Monika Lehner in ihrem Blog mind the gap(s) ins Spiel. Dieser ROI stimmte für sie nicht mehr, wie sie in ihrem Artikel vom 10. Juli 2016 verkündete. In diesem Blogbeitrag, der übrigens bisher ihr letzter war, griff Lehner ein Zitat aus Sūnzǐ bīngfǎ  („Über die Kunst des Krieges“), einem chinesischen Klassiker zur Strategie auf. Dort endet das 3. Kapitel mit dem Satz (von ihr frei übersetzt):


„Es wird gesagt: Wer den Gegner und sich selbst kennt, wird auch in hundert Schlachten nicht in Gefahr sein. Wer sich selbst kennt, aber nicht den Gegner, kann gewinnen oder verlieren. Wer weder sich selbst noch den Gegner kennt, wird immer verlieren.“


Tatsächlich lässt sich das Zitat auf das Bloggen übertragen – wenn man „Gegner“ eher als „Gegenüber“ betrachtet: Wenn man sich bewusst ist, warum man selbst gerne bloggt und was die Zielgruppe gerne liest, wird man auch gelesen. Selbst wenn man nicht weiß, wie die eigene Zielgruppe aussieht und was ihre Erwartungen sind – solange man selbst mit dem eigenen Blog zufrieden ist, ist das immerhin schon etwas. Wenn man aber weder weiß, warum und worüber man selbst gerne schreibt und auch kein Verständnis dafür entwickelt, womit man eine Zielgruppe ansprechen könnte, dann hat man in jedem Fall verloren.

⇒ Monika Lehner: 4 aus 36 * – Einblicke und Ausblicke


Thema des Monats

Kunst mit Christopher Walken

Der Schauspieler Christopher Walken ist an sich schon gruselig – oder zumindest sind es die Rollen, die er in Hollywood-Filmen spielt. Ob als blondierter Bond-Bösewicht in „A View to a Kill“, als kopfloser Hesse in Tim Burtons „Sleepy Hollow“ oder als Captain Koons in Quentin Tarantinos „Pulp Fiction“ (ja, der Typ mit der Uhr): Walken verstört des Öfteren. Auch aktuell sorgt er wieder für Gänsehaut der unguten Art – und zwar als Kunst-Objekt.

In Queens, NY ist ein Park übersäht mit im Boden steckenden Christopher Walken Beton-Köpfen. Der Künstler Bryan Zanisnik steht hinter dem Werk, das konsequenterweise mit dem Namen “Monument to Walken” betitelt wurde. Doch auch wenn die Walken-Köpfe wie Pilze aus dem Boden sprießen: Pflücken verboten!

⇒ Priscilla Frank, Huffington Post: Christopher Walken’s Floating Heads Currently Haunting A Queens Park


Twitter des Monats

Faces in Things

Satellitenaufnahmen von Gewitterwolken, die wie Saurier aussehen; Hochhäuser, die furchterregenden Robotern ähneln, Betonmischgeräte, die bei Star Wars mitspielen könnten – quasi alles hat ein Gesicht. Sogar Donald Trump findet sich in einem Kotelett wieder, wenn man genau hinschaut. #iseefaces, quasi überall.

⇒ @FacesPics


Instagram des Monats

#GirlsInMuseums

Frauen sind in der Kunstwelt unterrepräsentiert – zumindest als Künstlerinnen. Als Muse oder Motiv (vorzugsweise wenig bekleidet) spielen sie durchaus eine Rolle. Aber begibt man sich auf die Suche nach weiblichen Künstlern in den großen Museen, findet man oft sehr wenige. Der Instagram-Account @girlsinmuseums wurde 2015 ins Leben gerufen, um Frauen mehr Präsenz in der Kunstwelt einzuräumen – wenn auch nur als Rezipientinnen von Kunst. Auf ihrem Account posten die Italienerinnen Camilla Crescini und Francesca Malagoli Fotos von #artwatchers, genauer gesagt von Frauen in Museen und Galerien. Wer gefeatured werden möchte, nutzt das Hashtag #girlsinmuseums.

⇒ @girlsinmuseums


Tumblr des Monats

Ugly Renaissance Babies

Neugeborene sind leider nicht immer niedlich. Keine Haare, eine komische Kopfform, ein verschrumpeltes Gesicht oder Glubschaugen – seien wir ehrlich und nennen das Kind beim Namen: Es gibt leider sehr hässliche Babies. Besonders in der Renaissance scheinen kleine Kinder rein optisch eine Zumutung gewesen zu sein. Entweder das, oder es gab damals wirklich viele untalentierte Maler.

⇒ Ugly Renaissance Babies