Zombie-Apokalypse, Museen unter der Gürtellinie und Black Metal Katzen

MusErMeKu – Nicht-Newsletter – Nr. 11, 01/2017

– Frage des Monats: Wer überlebt die Zombie-Apokalypse? –
– Thema des Monats: Untenrum im Museum –
– Twitter des Monats: Black Metal Cats –
– Instagram des Monats: Sad Topographies –
– Tumblr des Monats: Fuck Yeah Brutalism –

Ein Newsletter, der kein Newsletter ist.


 

Frage des Monats

Wer überlebt die Zombie-Apokalypse?

Nachdem Donald Trump jetzt amerikanischer Präsident ist, scheint alles möglich – zum Beispiel eine Zombie-Apokalypse. Wer ein solches Szenario überleben könnte, wurde jetzt wissenschaftlich erforscht. Studierende des Department of Physics and Astronomy von der University of Leicester wendeten dazu ein epidemiologisches Modell an, das üblicherweise dazu genutzt wird, die Verbreitung infektiöser Krankheiten in der Bevölkerung zu berechnen.

Die Studierenden gingen von einem Szenario aus, in dem Zombies andere Menschen infizieren, aber nicht töten können. Sie kalkulierten, dass die Wahrscheinlichkeit einer Infektion bei einem Zombie-Kontakt bei 90% liegen würde und dass Zombies nach 20 Tagen ohne menschliche Nahrung sterben würden. Ausgehend von einer Weltbevölkerung von 7,5 Milliarden und einem „Patient Zero“ würde es in diesem Szenario nur 100 Tage dauern, bis es auf der ganzen Welt nur noch 181 uninfizierte Personen geben würde.

Die Studierenden berechneten mehrere Szenarien, doch alle sind nicht besonders hoffnungsvoll. Selbst in der optimistischsten Version bestünde nur eine 0,0088-prozentige Wahrscheinlichkeit, die ersten 1.000 Tage nach dem Ausbruch der Zombie-Apokalypse zu überleben. Yay!

 

Kevin Murane, Forbes: Guess How Many People Will Survive A Zombie Apocalypse


 

Thema des Monats

Untenrum im Museum

Die Frage, die Museumsbesucher in der Royal Cast Collection des SMK – Statens Museum for Kunst am häufigsten durch den Kopf geht, liegt weit unter der Gürtellinie: “Why is his willy so small?” Kunsthistorisch interessiertes Publikum denkt bei einem Museumsbesuch also darüber nach, wie antike Skulpturen untenrum bestückt sind. Warum auch nicht? Und warum sollte ein Museum diese Frage auch nicht fachgerecht beantworten? Das SMK hat dafür das Projekt SMK OPEN ins Leben gerufen, das die Sammlungen des Museums allgemein zugänglich macht. (Mehr dazu auch im Blog von Marlene Hofmann.)

Das Besondere an dem Projekt SMK OPEN ist, dass Kunstinteressenten nicht nur ihre Fragen loswerden können, sondern dass andere Kunstinteressierte sie auch beantworten können. So entsteht ein Dialog, in den die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Museum involviert sein können, aber nicht müssen. Dem SMK geht es also nicht nur um die digitale Zugänglichkeit der Sammlungen, sondern auch um die Erläuterung der Hintergründe zu den Objekten. Und dazu gehört eben auch die Klärung der Frage nach der zu klein geratenen Ausstattung bei männlichen antiken Skulpturen.

 

Henrik Holm, Statens Museum for Kunst: Size matters  – and other questions about user-museum interaction


 

Twitter des Monats

Black Metal Cats

So flauschig und doch so böse – mit den Black Metal Cats ist nicht zu spaßen! Sie brauchen weder Corpsepaint, noch satanische Symbole oder eine nach Bier muffelnde Kutte. Diese Kätzchen sind trotzdem true. Hier treffen Fans von Emperor, Darkthrone oder Mayhem auf fluffige Seelenverwandte. In diesem Sinne: Miau! …äh, Slaaayyyeeer!

 

@evilbmcats


 

Instagram des Monats

Sad Topographies

Wir wissen nicht, ob Grumpy Cat schon einmal in der Grumpy Lane zu Besuch war. Dank der Google Maps-Leidenschaft des australischen Künstlers Damien Rudd wissen wir aber immerhin, dass die Grumpy Lane in Kanada liegt, direkt neben dem Happy Drive. Der Instagram-Account spürt die traurigsten Orte der Welt auf – vom Broken Dreams Drive in Arizona bis hin zum Miserable Island im amerikanischen Illinois. Hier findet man sogar heraus, wo sich das Ende der Welt befindet: in Kalifornien.

 

@sadtopographies


 

Tumblr des Monats

Fuck Yeah Brutalism

Am Brutalismus kommt man momentan nicht vorbei, wenn es um gehypte Architektur geht. Aktuell zeigt etwa das Vitra Design Museum den Brutalist Playground (14.01. – 16.04.2017), eine Ausstellung des Royal Institute of British Architects (RIBA). Auch das Magazin keen on widmete seine Oktober-Ausgabe 2016 dem Thema Beton, der Essenz der Brutalistischen Architektur. Einen Beitrag dazu steuerte übrigens auch Publizistin Anika Meier bei, ebenso wie artefakt-Autor Philipp Hindahl. Und auch Kulturbloggerin Anke von Heyl hat sich schon auf die Spuren des Brutalismus begeben, und zwar in Köln. Für alle, die nicht genug von der Beton-Bauweise bekommen können, gibt es einen Tumblr.

 

Fuck Yeah Brutalism


 

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Header-Bild: Angelika Schoder – Berlin, 2009

2 Gedanken zu „Zombie-Apokalypse, Museen unter der Gürtellinie und Black Metal Katzen

  1. Marlene Hofmann Antworten

    Vielen lieben Dank fürs Verlinken meines Posts. Ich finde es schön, dass das dänische Statens Museum for Kunst so locker und transparent mit Kunst umgeht.
    Viele Grüße,
    Marlene

    • Angelika Schoder Autor des Beitrages

      Hallo Marlene,

      so eine Herangehensweise würde man sich auch in Deutschland wünschen, mit ein bisschen Selbstironie und Humor. Wenn Museen signalisieren, dass wirklich jede Frage willkommen ist, trauen sich sicher auch mehr Menschen zu fragen.

      Viele Grüße, Angelika

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