Internet is like fax, but better!

Wie heißt eigentlich Frau Keludowig mit Vornamen? Diese und andere Fragen werden wir an dieser Stelle nicht beantworten können. Statt dessen widmen wir uns einem Jahresrückblick, der nicht nur exclusiv sondern auch prominent ist – geradezu taff könnte man sagen, immer mit dem gewissen extra.

Im Jahr 2015 hatten wir sie alle: Celebrities, Stars und Sternchen, ob Kim Kardashian, Benedict Cumberbatch oder Keanu Reeves. Frau Keludowig wäre stolz auf uns…

 

Der MusErMeKu-Jahresrückblick für 2015

Januar

Stephen Fry – Der britische Sauspieler traf für das Projekt Memory Makers, das anlässlich des Holocaust Memorial Day 2015 ins Leben gerufen wurde, die Zeitzeugin Anita Lasker-Wallfisch zum Gespräch. Acht weitere Begegnungen dieser Art zwischen Künstlern und Genozid-Überlebenden fanden im Rahmen des Projektes statt um zu zeigen, dass es bei der Erinnerung an Verbrechen gegen die Menschlichkeit immer um individuelle Schicksale geht.

⇒ Der Holocaust Memorial Day 2015 und die MemoryMakers

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Februar

Keanu Reeves – Der Hollywood-Star fand neben seiner Haupttätigkeit als Internet-Meme die Zeit, mit einer Lesung aus Paul Gauguins Werk „Noa Noa“ die Gauguin-Ausstellung in der Fondation Beyeler zu eröffnen. Der Hype um den Schauspieler und Regisseur, der als „Conspiracy Keanu“ der Grumpy Cat Konkurrenz macht, ließ sich geschickt auf die Ausstellung übertragen.

⇒ Museum-Marketing: Von Hollywood-Stars und Internet-Memes

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März

Celebrity Deathmatch – In Anlehnung an die MTV-Show wurden hier fast Gustave Courbet und Paul Gauguin aufeinander losgelassen. Aber nur fast, denn im Beitrag geht es um die Problematik von (Kultur-) Bloggerreisen, um Fotografieverbote in Museen und die Pflege von Blogger Relations.

⇒ Celebrity Deathmatch: Erwartungen an zwei Bloggerreisen

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April

Kim Kardashian – Nicht nur die Selfie-Queen sondern auch der Papst und Bundespräsident Joachim Gauck hatten sich im April dafür eingesetzt, dass der Genozid an den Armeniern auch von öffentlicher Seite als Völkermord anerkannt wird.

⇒ Al pan, pan, y al genocidio, genocidio

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Mai

@NeinQuarterly – Der vielleicht einzige Nicht-Celebrity mit Starpotential gab uns ein Interview zum trübsinnigen Thema „Geisteswissenschaften“. Alle Versuche, den Twitter-Aphoristiker Eric Jarosinski dazu zu bringen, in unter 140 Zeichen zu antworten, waren letztendlich zum Scheitern verurteilt.

⇒ Eric Jarosinski im Interview – “NEIN” zu Geisteswissenschaften

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Juni

Peter Weibel – Der Vorstand des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe beantwortete einige Fragen zur Konzeption eines Tribunals, das im Rahmen der #ZKMglobale das 20. Jahrhundert vor Gericht stellte und dessen Verfehlungen anklagte.

⇒ Das 20. Jhd vor Gericht: Das Tribunal im Rahmen der #ZKMglobale

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Juli

Ludwig Erhard – Der Politiker war Namensgeber für das Stadtmuseum in seiner Geburtsstadt Fürth, das alles andere als ein piefiges Heimatmuseum ist und dafür um so mehr ein miefiges Museum. In der Dauerausstellung sind nämlich Geruchsstationen positioniert, welche die Geschichte mit all ihrer Muffligkeit vermitteln.

⇒ Das Stadtmuseum Fürth Ludwig Erhard

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August

Moritz Hoffmann – Gemeinsam mit Birte Förster rief der Historiker gefluechtet.de ins Leben. Der Blog beschäftigt sich, unterstützt durch eine Reihe von Gastautoren aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen, mit den Ursachen von Flucht und Vertreibung, mit den Biografien und Lebenssituationen von Flüchtlingen sowie mit dem Umgang mit Flucht in Vergangenheit und Gegenwart.

⇒ Gefluechtet.de – un blog que hacía falta

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September

Einhörner – In einem magischen Land, in dem Einhörner über rosa Wolken galoppieren, gibt es Geisteswissenschaftler, die für ein Praktikum im Bildungs- und Kulturbereich den Mindestlohn bekommen. Leider sieht die Realität für Geisteswissenschaftler dann meist aber doch etwas anders aus und eine prekäre Bezahlung oder überhaupt kein Lohn sind eher die Regel als die Ausnahme.

⇒ Im Land der Einhörner: Das Mindestlohn- Praktikum

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Oktober

Benedict Cumberbatch – Der britische Schauspieler hat das Photobombing perfektioniert. Mittlerweile ist er mindestens so bekannt für seine legendären Photobombs bei Oscar-Verleihungen wie für seine Rolle als Sherlock. Dass nicht nur der Hollywoodstar eine Passion für das (Zer-)Stören von Selfies hat, sondern auch die geometrischen Formen des Künstlers Kasimir Malewitsch dem Photobombing nachgehen, stellte im Oktober die Fondation Beyeler unter Beweis.

⇒ Besser als Benedict Cumberbatch: Über Photobombing und Anti-Selfies

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November

Akte X – “Traue niemandem”, dieser Tipp von FBI-Agent Fox Mulder gilt heute mehr denn je, besonders wenn man in Social Media unterwegs ist. Wer hätte vermutet, dass es sich beim Twitter-Account @BayreuthFest in Wirklichkeit um einen #BayreuthFake handelt? Das Team um “Musik – mit allem und viel scharf” (MMAUVS) hätte es sich denken können, denn sie steckten dahinter. Im Interview packte Philipp Krechlak aus und erzählte die ganze Wahrheit – fast ein Fall für „die unheimlichen Fälle des FBI“.

⇒ Twitter-Dämmerung: MMAUVS und der #BayreuthFake

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Dezember

Shia LaBeouf – Er war der bestbezahlte männliche Hollywood-Schauspieler in den Jahren 2009 und 2010. Fünf Jahre später macht er nun Kunst – oder so etwas ähnliches. Rund 60 Sunden lang sah sich der ehemalige Kinderstar alle 27 Filme an, in denen er bisher mitgespielt hatte, und zwar in chronologisch umgekehrter Reihenfolge – immer mit einer Kamera vor dem Gesicht, die seine Reaktionen per Livestream ins Netz sendete. Für ihn selbst war es angeblich die größtmögliche Authentizität – für seine Kritiker war es hingegen nur seine bisher beste schauspielerische Leistung.

⇒ #allmymovies – Shia LaBeoufs Selbstinszenierung

Danke fürs Lesen – wir freuen uns mit euch auf 2016!

Angelika und Damián

 

Header-Bild: Angelika Schoder – Hamburg, 2015

4 Antworten auf „Internet is like fax, but better!“

  1. Liebe Angelika ! Lieber Damián !

    Euer Jahresrückblick, der eure Artikel nach Monaten, Revue passieren lässt, las sich sehr gut !

    Ein richtiges Who is Who 🙂 !

    Wünschen Euch einen guten Rutsch und alles Liebe für 2016 !

    Alex & Eva

    1. Liebe Alex, liebe Eva,

      vielen Dank für die Grüße! Auch euch einen guten Start ins neue Jahr und alles Gute für 2016!

      Viele Grüße, Angelika & Damián

  2. Jawoll. Das ist mal nen Jahresrückblick nach meinem Geschmack. Und er ist die perfekte Legitimation für meine Yellowpress-Leidenschaft.

    Erwähnte ich schon mal, dass ich Verbindungen zu Frau Kuludewig habe (meine Tochter sagte immer Kuludewig ????) – meine Schwester arbeitet bei exklusiv…

    Ich freue mich auf jeden Fall über viele tolle Blogbeiträge von euch. Und hoffe sehr, dass wir uns 2016 wieder mal persönlich begegnen!
    Frohes neues Jahr und liebe Grüße
    Anke

    1. Liebe Anke,

      Frau Kuludewig ist auch gut! 😉
      Ich finde, man kann sich ruhig etwas über Yellopress-Themen informieren – und dass deine Schwester dazu beiträgt, dass wir immer auf dem laufenden sind ist nochmal ein gutes Argument das zu verfolgen! 😉

      Dir einen guten Start ins neue Jahr und hoffentlich bis bald!
      Viele Grüße, Angelika

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